Motion 5 - Steuern von Verhalten der Kategorie „Simulationen“

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Steuern von Verhalten der Kategorie „Simulationen“

Alle Verhalten (mit Ausnahme der Verhalten der Kategorie „Motion Tracking“) sind dafür
konzipiert, homogene Grafikanimationen zu erstellen, für die kein spezielles Zeitverhalten
erforderlich ist. Dies gilt in besonderem Maße für die Verhalten der Kategorie
„Simulationen“, mit denen Sie mit minimalem Bearbeitungsaufwand ausgefeilte
Interaktionen zwischen verschiedenen Objekten in Ihrem Projekt erstellen können.

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Kapitel 9

Verwenden von Verhaltensmustern

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Im Gegensatz zu den Verhalten der Kategorie „Einfache Bewegung“ können Sie die
Bewegung eines Verhaltens der Kategorie „Simulationen“ nicht in der Timeline
unterbrechen. Sie können aber die Geschwindigkeit eines Verhaltens der Kategorie
„Simulationen“ beeinflussen, indem Sie dessen Dauer in der Timeline anpassen. Sie haben
außerdem die Möglichkeit, das Startbild des Verhaltens zu ändern.

Da die Verhalten der Kategorie „Simulation“ natürliche Effekte wie die Schwerkraft
simulieren, gelten die Trägheitsgesetze: eine externe Kraft versetzt das Objekt in Bewegung
und das Objekt bewegt sich weiter, auch wenn die Kraft nicht mehr wirkt. Wenn Sie in
der Timeline die Länge des Balkens für ein Verhalten der Kategorie „Simulationen“ ändern,
wird daher zwar die Kraft gestoppt, die aktiv auf das Objekt einwirkt, die Bewegung des
Objekts setzt sich aber fort. Natürlich haben Sie die Möglichkeit, auch ein Verhalten der
Kategorie „Simulationen“ durch eine Änderung der zugehörigen Parameter zu steuern.

Im folgenden Beispiel wird das Verhalten „Umkreisen“ (der Kategorie „Simulationen“) auf
den großen Kreis angewendet. Der Text in der Mitte wird als das Objekt festgelegt, um
das sich der Kreis bewegt. Der rote Animationspfad illustriert die Bewegung, die der Kreis
während der Dauer der Animation ausführt. Das Verhalten „Umkreisen“ hat dieselbe Dauer
(300 Bilder) wie der große Kreis, auf den das Verhalten angewendet wurde.

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Kapitel 9

Verwenden von Verhaltensmustern

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Im nächsten Beispiel wurde das Verhalten „Umkreisen“ in der Timeline so getrimmt, dass
es (mit nur noch 190 Bilder) kürzer ist als das Objekt, auf das es angewendet wird. Beachten
Sie die Veränderung in der Form des Animationspfads: Bei Bild 190, bei dem das Verhalten
„Umkreisen“ endet, wird die Bewegung des Objekts (Kreisform) um das Zielobjekt beendet.
Das Objekt bewegt sich danach aus dem Canvas-Bereich hinaus. Das Verhalten „Umkreisen“
- die aktiv wirkende Kraft - ist nicht mehr vorhanden, die Bewegung des Kreises endet
damit aber nicht.