Motion 5 - Bereich „Informationen“ > „Medien“

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Bereich „Informationen“ > „Medien“

Mit den folgenden Steuerelementen können Sie Ausgangsmedien in der Liste „Medien“
anpassen. Durch das Anpassen von Ausgangsmedien werden alle Ebenen in einem Projekt
geändert, die mit diesen Ausgangsmedien verknüpft sind.

Hinweis: Die unten beschriebenen Parameter gelten nicht für Photoshop-Dateien, die
als separate Ebenen importiert wurden. Für PDF-Dateien mit transparentem Hintergrund
gibt es die Parameter „Alpha-Typ“ bzw. „Alpha invertieren“ nicht.

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Kapitel 6

Erstellen und Verwalten von Projekten

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Alpha-Typ:

Wählen Sie aus diesem Einblendmenü aus, wie Motion mit Alpha-Kanälen

im Medienobjekt umgeht. Ein Alpha-Kanal enthält Informationen, die die
Transparenzbereiche im Bild oder Film definieren. Beim Importieren einer Bilddatei oder
eines QuickTime-Films wird der jeweilige Alpha-Kanal sofort von Motion erkannt. Es gibt
verschiedene Wege, Alpha-Kanal-Informationen in Dateien einzubetten. Sie entsprechen
den Optionen in diesem Menü. Motion weist eine Option basierend auf einer Analyse
des Objekts beim Import zu. Sie können diese Standardauswahl aber bei Bedarf
überschreiben, indem Sie eine der folgenden Optionen auswählen:

Ohne/Ignorieren: Dies ist die Standardeinstellung für Objekte ohne Alpha-Kanal. Mit

dieser Option können Sie außerdem den Alpha-Kanal eines Objekts ignorieren, sodass
das gesamte Objekt undurchsichtig ist.

Direkt: Diese Alpha-Kanäle sind von den Kanälen Rot, Grün und Blau eines Bilds getrennt.

Mediendateien mit einem direkten Alpha-Kanal werden bei Verwendung in einer
Animationsstruktur fehlerfrei angezeigt, können jedoch in anderen Programmen zu
einer verfälschten Darstellung führen. Transparenzeffekte, wie z. B. volumetrische
Beleuchtung oder Blendeneffekte in einem computererzeugten Bild, werden
möglicherweise verzerrt dargestellt, wenn der Clip nicht in einer Animationsstruktur
verwendet wird. Wenn „Direkt“ ausgewählt ist, jedoch ein schwarzer, weißer oder
farbiger Rand um das Objekt zu sehen ist, ist der Parameter nicht richtig eingestellt
und sollte je nach Farbe des Rands in eine Option für „Integriert“ geändert werden.

Integriertes Schwarz: Diese Art von Alpha-Kanal ist mit den Kanälen Rot, Grün und Blau

integriert. Daher werden Objekte mit integriertem Alpha-Kanal korrekt angezeigt, auch
wenn transparente Lichteffekte eingesetzt wurden. Der Grund dafür ist, dass das gesamte
Bild anhand einer undurchsichtigen Farbe als Prä-Composite erstellt wird. Diese Option
interpretiert Alpha-Kanäle, die anhand der Farbe Schwarz als Prä-Composite erstellt
wurden.

Integriertes Weiß: Diese Option interpretiert Alpha-Kanäle, die anhand der Farbe Weiß

als Prä-Composite erstellt wurden.

Alpha-Type ermitteln: Mit dieser Option wird in Motion eine Analyse der Datei gestartet,

um zu ermitteln, welcher Typ von Alpha-Kanal verwendet wird. Wenn Sie nicht sicher
sind, verwenden Sie diese Einstellung.

Alpha invertieren:

Markieren Sie dieses Feld, um einen Alpha-Kanal zu invertieren, der

fälschlicherweise invertiert generiert wurde. Ein Alpha-Kanal ist im Normalfall ein
Graustufen-Kanal. Weiß repräsentiert dabei Bereiche mit einer Deckkraft von 100 Prozent
(undurchsichtig), graue Regionen repräsentieren durchscheinende Bereiche und Schwarz
repräsentiert eine Deckkraft von 0 Prozent (transparent).

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Kapitel 6

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Pixelformat:

Legen Sie mit diesem Einblendmenü das für das Projekt geltende Pixelformat

fest (quadratisch oder nicht-quadratisch). Im Allgemeinen verwenden Objekte, die für
Computerbildschirme, Film und HD-Videos (High Definition) erstellt wurden, quadratische
Pixel, während für bestimmte Videoformate (etwa DV, HDV, DVCPRO HD und andere)
erstellte Objekte nicht-quadratische Pixel verwenden. Ein Wertefeld rechts neben diesem
Einblendmenü zeigt das numerische Seitenverhältnis an, falls Sie das Verhältnis anpassen
müssen. Wenn Sie jedes Objekt, das Sie Ihrem Projekt hinzufügen, korrekt identifizieren,
können Sie beide Arten von Medien mischen und anpassen.

Halbbilddominanz:

Wählen Sie aus diesem Einblendmenü eine Halbbilddominanz aus,

die der Halbbilddominanz des Geräts entspricht, das zur Aufnahme eines Clips im
Zeilensprungverfahren verwendet wird. Zwei Optionen stehen zur Auswahl: “Ungerade
Zeilen“ oder „Gerade Zeilen“. Bei Auswahl der falschen Option wird das Video ruckartig
wiedergegeben. Wählen Sie in diesem Fall die andere Option für die Halbbilddominanz.
Clips, die auf Film oder mit einer Videokamera mit progressiver Abtastung aufgenommen
wurden, verwenden kein Zeilensprungverfahren. Stellen Sie für die Halbbilddominanz
hier die Option „Ohne“ ein. Durch eine korrekte Identifizierung aller Objekte in Ihrem
Projekt können Sie Clips mit unterschiedlicher Halbbilddominanz mischen und aufeinander
abstimmen. Weitere Informationen zur Halbbilddominanz und zum Zeilensprungverfahren
finden Sie unter

Halbbilddominanz

.

Bildrate:

Wählen Sie aus diesem Einblendmenü eine Bildrate in Bildern pro Sekunde (fps)

aus, die der nativen Bildrate eines Clips entspricht. Für Film sind dies z. B. 24 fps, für
PAL-Video 25 fps und für NTSC-Video 29,97 fps. Für andere Videoformate sind zusätzliche
Bildraten verfügbar. Wird Ihre erforderliche Bildrate nicht aufgeführt, geben Sie eine Zahl
in das Textfeld rechts neben dem Einblendmenü ein. Wenn Sie die Bildrate einer
QuickTime-Datei ändern und sie später wieder auf die ursprüngliche Rate der Datei
zurücksetzen müssen, wählen Sie „Aus der Datei“ unten im Einblendmenü „Bildrate“ aus.

Obwohl Sie Clips mit unterschiedlichen Bildraten mischen können, ist es möglich, dass
sich Clips, die mit einer anderen Bildrate als der des Projekts wiedergegeben werden,
nicht homogen wiedergeben lassen.

Hinweis: Die Bildraten des Projekts werden durch die Projektvoreinstellung bestimmt.
Wenn Sie eine Voreinstellung bearbeiten oder eine Voreinstellung erstellen möchten,
wählen Sie „Motion“ > „Einstellungen“ und verwenden Sie die Optionen im Bereich
„Voreinstellungen“.

“Feste Breite“ und „Feste Höhe“:

Verwenden Sie diese Schieberegler (verfügbar für

Standbilder), um die Auflösung der Ausgangsmedien zu ändern. Wenn für „Große
Einzelbilder“ (in den Motion-Einstellungen) der Wert „Auf Canvas-Größe skalieren“ definiert
ist, wird für diese beiden Werte die Auflösung der Originaldatei angezeigt.

Ist eine PDF in der Liste „Medien“ ausgewählt, wird mit diesen Steuerelementen die
maximale Auflösung definiert, auf die ein PDF-Objekt homogen skaliert werden kann.
Weitere Informationen finden Sie unter

Festlegen der Auflösung eines PDF-Objekts

.

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Kapitel 6

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Beschneiden:

Klicken Sie auf das Dreiecksymbol, um vier Schieberegler einzublenden,

mit denen die Anzahl an Pixeln definiert wird, die von den vier Seiten der Ausgangsmedien
abgeschnitten werden sollen (relativ zum äußeren Rand des Auswahlrahmens um diese
Ausgangsmedien). Wenn Sie ein Objekt in der Liste „Medien“ beschneiden, wirkt sich dies
auch auf alle Vorkommen des Objekts in Ebenen im Projekt aus. Im Bereich „Informationen“
> „Eigenschaften“ wird ein ähnlicher Beschnittparameter verfügbar, wenn Sie eine Ebene
in der Liste „Ebenen“ auswählen. Weitere Informationen finden Sie unter

Parameter im

Bereich „Informationen“ > „Eigenschaften“

.

Zeitverhalten:

Verwenden Sie diese Werteregler, um Start, Ende und Dauer der

Ausgangsmedien festzulegen:

Start: Hiermit wird der In-Punkt der Ausgangsmedien festgelegt (bei konstanter und

bei variabler Geschwindigkeit). Wird dieser Parameter geändert, verschiebt sich der
In-Punkt zum angegebenen Bild, ohne dass dadurch die Dauer der Medien beeinflusst
wird.

Ende: Hiermit wird der Out-Punkt der Ausgangsmedien festgelegt (bei konstanter und

bei variabler Geschwindigkeit). Wird dieser Parameter geändert, verschiebt sich der
Out-Punkt zum angegebenen Bild, ohne dass dadurch die Dauer der Medien beeinflusst
wird.

Dauer: Definiert die Gesamtdauer der Ausgangsmedien. Wurde für

„Geschwindigkeitsanpassung“ die Einstellung „Konstante Geschwindigkeit“ gewählt,
hat eine Änderung dieser Einstellung auch Auswirkungen auf die Einstellungen
„Geschwindigkeit“ und „Out-Punkt“. Wurde (mit den Steuerelementen „Zeitverhalten“
im Bereich „Informationen“ > „Eigenschaften“) für „Geschwindigkeitsanpassung“ die
Einstellung „Variable Geschwindigkeit“ gewählt, hat eine Änderung dieser Einstellung
keine Auswirkungen auf die Wiedergabe mit variabler Geschwindigkeit.

Verknüpfte Objekte:

Sehen Sie sich in dieser Liste alle Objekte in der Liste „Ebenen“ an,

die mit den ausgewählten Ausgangsmedien in der Liste „Medien“ verknüpft sind. In der
ersten Spalte wird der Name der Gruppe angezeigt, die ein Vorkommen der
Ausgangsmedien enthält. In der zweiten Spalte wird der Ebenenname angegeben. Wird
der Name der Ebene in der Liste „Ebenen“ geändert, ändert sich auch der Name in dieser
Liste.

Mediendatei ersetzen:

Mit dieser Taste können Sie Medien in Ihrem Projekt mit einer

Ausgangsdatei auf einem Volume neu verknüpfen. Diese Funktion dient in erster Linie
dem erneuten Verknüpfen von Offline-Medien, sie kann aber auch für eine Änderung
von Ausgangsmedien verwendet werden (hierdurch werden alle Ebenen geändert, die
mit diesen Ausgangsmedien verknüpft sind).

Zusammenfassung:

Verwenden Sie diesen Informationsbereich, um die Eigenschaften

der Mediendatei auf dem Volume anzuzeigen, die mit dem in der Liste „Medien“
ausgewählten Objekt verknüpft ist.

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